Voll daneben - Kurioses aus unserem Papierkorb
Über unser Postfach erreichen uns viele Nachrichten der unterschiedlichsten Art: Anfragen, Hilferufe, Lob und Zuspruch, wertvolle Tipps, manchmal auch seitenlange Abhandlungen von Zeitgenossen, die uns detailliert ihre komplette Lebensphilosophie darlegen.
Mitunter wird uns auch mehr oder weniger heftige Kritik zuteil. Was kein Wunder ist, denn ein solch umstrittenes Anliegen, wie es MANNdat vertritt, stößt bei Menschen, die in der Geschlechterdebatte einen gegensätzlichen Standpunkt einnehmen, naturgemäß auf wenig Gegenliebe.
Nachstehend veröffentlichen wir - selbstverständlich in anonymer Form - einige dieser Zuschriften, um den Besuchern unserer Seite aufzuzeigen, welch kuriose Ansichten in der Geschlechterdebatte zum Teil in Umlauf sind.
Frauen haben's schwer
Guten Tag MANNdat- Redaktion!
Also ich habe gerade auf EinsPlus einen Bericht über Ihren Verein gesehen. Ich muss sagen, dass ich das nicht wirklich nachvollziehen kann, dass es in unserer Gesellschaft einen Verein zur Gleichberechtigung von Männern gibt! Ich meine es ist de facto immer noch so, dass es kaum Frauen in leitenden Positionen gibt und Männer immer noch mehr verdienen als Frauen! Wenn also Gleichberechtigung, dann bitte so das jeder das "Gleiche" verdient. Was die Chancengleichheit in Schulen angeht , denke ich das dort Chancengleichheit besteht und nur grundsätzlich das System versagt. Konkret die Lehrkörper mit den pädgogischen Methoden. Ich selbst als Frau muss sagen, dass es in unserer Gesellschaft Frauen schwieriger haben. Sei es das "Mann" uns nicht für voll nimmt oder aber etliche Frauen, die von Männer vergewaltigt und sitzen gelassen werden. Vielleicht sollten Sie mit Ihrem Verein eher Werte vermitteln, als die Gleichberechtigung von Männern unnötigerweise in den Vordergrund zu stellen. Ich denke nicht das Deutschland so einen Verein braucht. "Mann" muss ja auch einfach die Geschichte mal richtig sehen, denn Frauen haben bis vor 100 Jahren nur vor dem Herd gestanden. Der "mann" war der Versorger und die Frau hatte KinderKücheKirche. Oder ist es das was Sie wirklich wollen...zurück zum Patriarchat???
Den Artikel der Gleichstellungsbeauftragten finde ich gut, denn Sie hat recht.
Die Argumentation darauf aus Ihren eigenen Reihen ist eher unpassend, da sie sich auf persönlich und männlich verletzte Eitelkeit zurück führen lässt. Das Leben ist halt ein Kampf für Männer und für Frauen. Der Mann weiss jetzt also wie es ist, wenn man seinem Geld hinterherlaufen muss. Vielleicht gibt es ja Studien oder Zahlen darüber wie viele Mütter im Gegensatz zu Vätern in Deutschland ihrem Unterhalt hinterher laufen müssen...? Ich denke die Zahlen würden für sich sprechen.
Mit freundlichen Grüssen
... mal "rein interessehalber" gefragt ...
Liebe Manndat-Redaktion,
ich will mich hier nicht auf die weinerliche, lächerliche Machart ihrer Initiative beziehen, sondern nur eine kurze Frage stellen (rein interessehalber): Wie viele Frauen sind Mitglied/Unterstützerinnen Ihrer Initiative? Gibt es da eine Einzige?
Väter haben nicht nur Rechte!
"Wann werden die Väter mal rangezogen ihre Unterhaltspflicht nachzukommen??
Die Mütter bekommen 6Jahre Unterhalt vom Staat und dann ??
Die Väter hauen ab und bauen sich eine neue Familie auf, und die Mütter bleiben zurück denn eine neue Partnerschaft mit Kind(ern) zu finden ist schwer.
Also Väter haben nicht nur Rechte sondern auch Pflichten , das wird von den Müttern auch verlangt !!!"
Reaktion auf einen Leserbrief im SPIEGEL
Im Januar 2008 veröffentlichte der SPIEGEL den Leserbrief eines MANNdat-Mitglieds zur SPIEGEL-Titelgeschichte "Junge Männer: Die gefährlichste Spezies der Welt". Der Brief hatte den folgenden Wortlaut:
"Ein Junge kommt nicht zur Welt und schlägt in der U-Bahn Leute zusammen. Wer nicht wegsieht, hätte die Entwicklung erkennen können. Seit acht Jahren ist bekannt, dass Jungen, insbesondere Migrantenjungen, die größten Bildungsverlierer in Deutschland sind. Trotzdem werden Jungen aus Fördermaßnahmen wie dem Zukunftstag ausgeschlossen. Migrantenjungen wurden von der ersten Studie im Jahr 2004 bis zum fertigen Integrationsplan 2007 von allen Parteien gezielt und bewusst aus der geschlechtersensiblen Integrationspolitik ausgegrenzt. Und jetzt benutzt die CDU die Gewalttat eines Migrantenjungen, um die rechte Wählerschaft mit dumpfen Klischees und Strafrechtsverschärfung zu ködern."
Einer unserer Fans war von diesem Leserbrief so beeindruckt, dass er gleich zweimal zur Feder griff, um uns an seiner Begeisterung teilhaben zu lassen.
Mail Nr. 1
Schon toll der Leserbrief von Herrn XXX im Spiegel.Ist doch super ,das auch IRRE!!!!Ihr Forum haben.Selten!!oder nie etwas dämlicheres gelesen.Geistig gestört..Genau an diesem Schrott,geht unser Land kaputt.Dumpfe Klischees??Noch zu verblödet ,um Zahlen zu lesen.???Wahrscheinlich!!!!!!Geitig!!!ab in die Tonne mit Scheiße
Mail Nr. 2
Geisteskrank,,oder ist XXX wie der Braunbär..weg????Wieviel...wahnsinnige treiben ihr Unwesen????Hochgradig irre!!!!!!.Mensch Du Spinner geh richtig arbeiten!!!Von irren Sozialschmarotzern..haben wir die Schnautze voll!!!!!
Schreiben einer Gleichstellungsbeauftragten
Sehr geehrte Herren, aufgrund einer Mitteilung im Vernetzungsforum für Gleichstellungsbeauftragte, bin ich auf Ihre Internetseite aufmerksam geworden.
Mit grossem Erstaunen habe ich Ihre "Aktivitäten" bezüglich öffentlicher Briefe an die verschiedensten Stellen gelesen.
Dabei wurde mir klar, dass Sie den Sinn der Gleichstellung offenbar nicht verstanden haben. Daraus erklären sich auch die Antworten der von Ihnen kontaktierten Stellen.
Es wäre daher vielleicht sinnvoll sich erst genau zu informieren, bevor Sie dazu übergehen die schwer erkämpften wenigen Rechte der Frauen sinnlos anzugreifen.
Bis heute, haben Frauen weder die gleichen Rechte wie Männer, noch das gleiche Gehalt für gleiche Arbeit. Das wird auch eine Gruppe von Männern, welche sich dadurch diskriminiert fühlen, dass den Frauen nun die gleichen Rechte zugestanden werden sollen, nicht ändern.
Hinzu kommt, dass bei allen Bewerbungsgesprächen, Frauen nur dann eingestellt werden, wenn sie bei gleicher (!) Eignung und Befähigung sich dazu qualifizieren und Frauen in diesem Bereich unterrepräsentiert sind.
Und nicht wie von Ihnen in einem Schreiben erwähnt- "nur weil sie Frauen" sind.
Des Weiteren sind noch immer Männer überproportional in den Führungsetagen vertreten, während Frauen trotz gleicher oder sogar besserer Eignung keine Beförderung erfahren. Das erlebe ich tagtäglich. Da es auch noch immer die Frauen sind, welche sich überwiegend um Haushalt, Kinder und Beruf kümmern müssen, sind sie es natürlich, welche eine grosse Mehrbelastung gegenüber den Männern tragen.
Vielleicht sollten Sie sich einfach mal dafür einsetzen, dass Frauen ebenso viel verdienen wie Männer, damit Männer doch endlich zu Hause bleiben können, allenfalls Teilzeitjobs erledigen, sich um Haushalt und Kinder kümmern, während Frau nach acht Stunden Arbeit im Betrieb nach Hause kommt, die Beine hochlegt und das (hoffentlich) leckere Essen vor dem Fernseher genießt, während der Mann den Abwasch erledigt und die Kinder ins Bett bringt.
Erst wenn Sie das alles erreicht haben, werden wir die absolute Gleichberechtigung haben.
Aber davon sind wir noch Jahrtausende entfernt! Bis dahin werden Frauen weiter für ihre Rechte kämpfen- und auch Recht bekommen.
Es gibt kein Bundesgleichstellungsgesetz, auf welches sich Männer berufen könnten. Diese Einforderungen laufen völlig ins Leere.
Mit freundlichen Grüssen
N.N.
Gleichstellungsbeauftragte
Diese Ausführungen haben einen Besucher der MANNdat-Seite dazu bewogen, folgendes zu schreiben:
Liebe MANNdat-Redaktion,
ich habe auf Ihrer HP unter "Voll daneben" den Beitrag der Gleichstellungsbeauftragten gelesen.
Was mich an diesem Beitrag stört, ist, dass diese Gleichstellungsbeauftragte offenbar die Rechtswirklichkeit nicht kennt. Sie prangert u.a. an, dass sich Männer nicht um Kinder und Haushalt kümmern. Erst wenn Männer dies täten und Frauen das gleiche Gehalt wie Männer bekämen, dann wäre Gleichberechtigung erreicht.
Meine Ex-Frau und ich, wir hatten auf Grund meiner damaligen Arbeitslosigkeit einen Rollentausch vollzogen. Ich habe unsere Kinder von Anfang an alleine betreut und auch den Haushalt erledigt. Nach einem brutalen Seitensprung ihrerseits haben wir uns getrennt. Ich zog gemeinsam mit unseren Kindern aus und die Kinder besuchten ihre Mutter, die sich selbständig machte und eigentlich keine Zeit für die Kinder hatte, regelmäßig.
Kindergeld hatte ich anfangs keines erhalten, denn dazu hätte mindestens ein Kind bei mir gemeldet sein müssen. Für eine Ummeldung eines unserer Kinder benötigte ich jedoch die Unterschrift meiner Ex, die sie mir beharrlich verweigerte. Dass wir auch keinen Unterhalt erhalten haben, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Wir lebten dann von umgerechnet 550 Euro Arbeitslosengeld. Von diesen musste ich u.a. ca. 400 Euro Miete incl. Nebenkosten und ca. 42,50 Euro (85 DM) Kindergartenbeitrag leisten.
Als ich wieder eine Anstellung fand, reichte meine Ex-Frau exakt nach Ablauf meiner Probezeit die Scheidung ein und beantragte das alleinige Sorgerecht zzgl. Unterhalt, welches sie auch problemlos erhielt (obwohl sie auf Grund ihrer beruflichen Tätigkeit mehr als 12 Stunden täglich nicht für die Kinder da ist).
Heute zahle ich mehr Unterhalt, als man mir und unseren Kindern früher zum Leben ließ!
Da unsere Kinder auch heute noch öfters bei mir sind, als sie vom Scheidungsurteil her dürften, und ich zudem in einem nicht unwesentlichen Umfang für ihre Kleidung und sonstigen Bedürfnisse aufkomme, mit ihnen zum Arzt gehe und mich für sie in Elternbeiräten engagiere (hierzu die Aussage des Anwalts meiner Ex-Frau: "dies ist eine verabscheuenswürdige Einmischung in die Angelegenheiten der Mutter"), betrachte ich den von mir zu leistenden (Kindes-)Unterhalt eher als einen Lohn, den ich meiner Ex für ihr Fremdgehen bezahlen muss.
Auf der einen Seite fordert die Gesellschaft (und insb. radikalisierte Feministinnen) eine stärkere Beteiligung von Vätern an der Erziehung der Kinder. Auf der anderen Seite werden Väter, die dies leisten, empfindlich bestraft.
Das ist nur eine Seite der deutschen Rechtswirklichkeit, die diese Gleichstellungsbeauftragte wohl nicht kennt.
Außerdem: Ein guter Freund von mir ist alleinerziehender Vater. Er erhält zwar das Kindergeld (denn das Kind ist bei ihm gemeldet), jedoch brauchte seine Ex-Frau über Jahre hinweg keinen Unterhalt zu leisten. Dafür gab es den deutlich geringeren Unterhaltsvorschuss der Unterhaltsvorschusskasse. Während diese Kasse jedoch bei jedem unterhaltssäumigen (aber auch unterhaltsleistenden!) Vater einen erheblichen Aufwand zur Eintreibung des Unterhalts/Vorschusses betreibt, blieben derartige Aktivitäten bei der unterhaltspflichgen Mutter aus.
Mittlerweile ist die Mutter wieder in gut betuchten Händen. Vater und Mutter einigten sich nun gemeinsam darauf, dass die Mutter 150 Euro (Mindestsatz nach DT wären 291 Euro!) an Unterhalt für das nunmehr 12-jährige Kind leistet. Und was tut die Unterhaltsvorschusskasse? Sie schreibt die Mutter an und teilt ihr mit, dass sie nur 117 Euro Unterhalt leisten müsse - natürlich zum Wohle des Kindes!
Fazit: in der deutschen Rechtswirklichkeit ist Kindesunterhalt nicht etwa, wie der Begriff vermuten läßt, für das Kind zu leisten!
In einigen Bereichen mag es sicherlich zu einer Benachteiligung von Frauen kommen, jedoch gibt es auch viele andere Bereiche, in denen eindeutig Männer benachteiligt sind - insb. im Familienrecht. Aufgabe einer von der Gemeinschaft finanzierten Gleichstellungsbeauftragten wäre es daher, für eine Gleichstellung der Geschlechter in ALLEN Bereichen einzutreten.
Für die Gleichstellungsbeauftragte, die den Beitrag auf Ihrer HP verfasste, scheint Gleichberechtigung jedoch nur dann vorzuliegen, wenn alle Frauen das gleiche Gehalt wie Aufsichtsratsvorsitzende erhalten.
(Name und Adresse des Absenders sind MANNdat e.V. bekannt)
Was uns Tracy schrieb
Ich finde es ist ein Armutszeugnis, wenn hier versucht wird den Eindruck zu vermitteln Männer wären in vielerlei hinsicht den Frauen gegenüber benachteiligt. Fakt ist doch immer noch, dass in vielen Berufen Frauen ab 35 Jahren wesentlich weniger verdienen als Männer für die gleiche Arbeit und Qualifikation. Seit über 100 Jahren haben sich die Männer einen Dreck um die Kinder gekümmert- nun wo plötzlich geregelte Unterhaltszahlungen verlangt werden, fangen sie an zu "weinen" und kämpfen um ihre Kinder! Weshalb erst nach der Düsseldorfer Tabelle und nicht schon viel früher? Aber da ging es ja auch noch nicht um das liebe Geld! Vor allen Dingen die völlig aus der Luft gegriffenen Behauptungen dass Männer bei der Bundeswehr benachteiligt seien.....! Erst seit 2001 (also seit 4 Jahren) sind Frauen beim Bund angefangen. Und da reden angeblich gebildete Männer von Gender Mainstreaming? Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es schon zum lachen! Erst wenn Männer sich mit 25 % weniger Gehalt zufrieden geben und neben dem Beruf noch Haushalt und Kinder versorgen, auf Urlaub natürlich verzichten (der findet auf Balkonien statt) und das 50 Jahre aushalten- dann können sie mitreden! Ach ja- die Rente wird nur in Höhe von 500 Euro monatlich ausgezahlt! Freiwillige vor!!!!